Eine Landingpage ist eine speziell erstellte Webseite, auf der Nutzer nach dem Klick auf einen bestimmten Marketing-Impuls „landen“. Dieser Impuls kann aus der organischen Google-Suche (SEO), aus Google Ads oder anderen Suchanzeigen (SEA), aus Social-Media-Kampagnen, Newslettern oder Partnerlinks stammen. Im Gegensatz zu klassischen Websites mit vielen Unterseiten, Navigationen und unterschiedlichen Zielen verfolgt eine Landingpage immer ein klares Hauptziel: die Conversion.
Unter einer Conversion versteht man eine gewünschte Handlung des Nutzers, etwa das Ausfüllen eines Formulars, den Kauf eines Produkts, die Anmeldung zu einem Webinar oder den Download eines Dokuments. Gute Landingpages sind deshalb nicht einfach nur schön gestaltete Seiten, sondern strategische Marketinginstrumente, die Nutzer gezielt führen und überzeugen.
Für SEO werden Landingpages eingesetzt, um spezifische Suchanfragen bestmöglich zu beantworten und langfristig organischen Traffic aufzubauen. Für SEA dienen sie dazu, bezahlten Traffic möglichst effizient in Abschlüsse umzuwandeln.
Der grundlegende Aufbau einer erfolgreichen Landingpage
Der Aufbau einer Landingpage folgt idealerweise einem klaren psychologischen Muster. Nutzer scannen Inhalte zunächst nur oberflächlich und entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob sie bleiben oder abspringen. Deshalb ist der sogenannte Above-the-Fold-Bereich besonders entscheidend. Hier sollten sofort drei Fragen beantwortet werden: Was wird angeboten? Für wen ist es relevant? Welchen Nutzen habe ich davon?
Eine prägnante Headline mit klarem Nutzenversprechen, ergänzt durch eine erklärende Subheadline und einen gut sichtbaren Call-to-Action, bildet die Basis. Studien von Nielsen Norman Group zeigen, dass Nutzer stark nutzenorientierte Überschriften bevorzugen und werbliche Floskeln schnell ignorieren.
Im weiteren Verlauf der Seite wird das Problem der Zielgruppe detaillierter aufgegriffen und schrittweise gelöst. Gute Landingpages erklären nicht nur, was ein Produkt oder eine Dienstleistung ist, sondern vor allem, warum sie relevant ist und wie sie konkret hilft. Der Text sollte dabei logisch aufgebaut sein, mit klaren Übergängen und einer nachvollziehbaren Argumentationskette.
Übersichtlichkeit und Nutzerführung als Erfolgsfaktor
Übersichtlichkeit ist einer der meistunterschätzten Erfolgsfaktoren von Landingpages. Eine Seite kann inhaltlich noch so stark sein – wenn sie unübersichtlich ist, verliert sie Nutzer. Kurze Absätze, ausreichend Weißraum und klare Zwischenüberschriften sorgen dafür, dass Inhalte schnell erfasst werden können.
Wichtig ist auch der bewusste Verzicht auf Ablenkung. Klassische Navigationselemente oder ausgehende Links führen Nutzer oft vom eigentlichen Ziel weg. Conversion-optimierte Landingpages verzichten deshalb häufig vollständig auf eine Hauptnavigation oder reduzieren sie stark. Auch das bestätigt die Conversion-Forschung, etwa durch Daten von HubSpot, die zeigen, dass weniger Ablenkung zu höheren Abschlussraten führt.
Farben und Design: Mehr als nur Geschmackssache
Farben spielen auf Landingpages eine zentrale Rolle, da sie Emotionen auslösen und Entscheidungen beeinflussen. Dabei geht es weniger um „schöne Farben“ als um funktionales Design. Der wichtigste Grundsatz lautet: Der Call-to-Action muss sich klar vom restlichen Design abheben.
Kontrastreiche Farben erhöhen nachweislich die Klickwahrscheinlichkeit, solange sie zum Gesamtbild passen und nicht als störend empfunden werden. Laut einer Studie von CXL beeinflussen Farbkontraste und visuelle Hierarchie die Conversion-Rate stärker als einzelne Farbtöne.
Gleichzeitig sollte das Farbschema zur Marke und Zielgruppe passen. Ein B2B-Angebot im Finanzbereich wird anders gestaltet sein als eine Landingpage für ein Lifestyle-Produkt. Wichtig ist Konsistenz: Farben, Schriften und Bildstil sollten ein stimmiges Gesamtbild ergeben und Professionalität ausstrahlen.
Die enorme Bedeutung von Trust-Elementen
Trust-Elemente sind einer der entscheidenden Conversion-Hebel auf Landingpages. Nutzer sind skeptisch – insbesondere dann, wenn sie ein Unternehmen noch nicht kennen. Vertrauen muss deshalb aktiv aufgebaut werden. Fehlendes Vertrauen ist einer der häufigsten Gründe für Conversion-Abbrüche ist.
Typische Trust-Elemente sind Kundenbewertungen, Testimonials, Siegel, Zertifikate, bekannte Kundenlogos oder Fallstudien mit konkreten Ergebnissen. Besonders wirksam sind dabei echte, überprüfbare Aussagen. Ein Zitat mit Namen, Foto und Unternehmen wirkt deutlich glaubwürdiger als anonyme Lobeshymnen.
Call-to-Actions richtig einsetzen
Der Call-to-Action ist das Herzstück jeder Landingpage. Er sollte klar formuliert, nutzenorientiert und handlungsauffordernd sein. Statt neutraler Begriffe wie „Absenden“ funktionieren konkrete Formulierungen wie „Jetzt kostenlos testen“ oder „Unverbindliches Angebot anfordern“ deutlich besser.
Wichtig ist auch die Platzierung. CTAs sollten nicht nur einmal am Ende der Seite erscheinen, sondern mehrfach – angepasst an den jeweiligen Kontext. So wird der Nutzer genau dann abgeholt, wenn er bereit ist, den nächsten Schritt zu gehen.
Fazit: Was eine gute Landingpage wirklich ausmacht
Eine erfolgreiche Landingpage ist das Ergebnis aus Strategie, Psychologie, Design und hochwertigem Content. Sie erklärt klar, was angeboten wird, führt Nutzer ohne Ablenkung durch die Inhalte, baut gezielt Vertrauen auf und motiviert zur Handlung. Gleichzeitig erfüllt sie technische, inhaltliche und qualitative Anforderungen, die sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen überzeugen.
Wer Landingpages nicht als isolierte Marketingseiten, sondern als langfristige Vertrauens- und Conversion-Instrumente versteht, schafft eine solide Grundlage für nachhaltigen Erfolg – im SEO genauso wie im SEA.
